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TOUCHING CONCRETE  - Dokumentarfilm

Eine bereichernde Begegnung! Ob zufällig oder herbeigeführt – das ist im weiteren Verlauf des Miteinanders zwischen Filmemacher und Gefilmten unerheblich. Denn tatsächlich überlagert dieses „Feeling of Being There“, das Richard Leacock als Essenz des Dokumentarischen bezeichnete, alle Zweifel und Einwände. Beeindruckt von der Stilsicherheit, mit der sich Ilja Stahl die „richtige“ Vertrautheit mit seinen jugendlichen Protagonisten in einer überbevölkerten Neighbourhood in Johannesburg erarbeitet hat, fühlt man sich zugleich glücklich, als Zuschauer einen Sommer lang mit dem 16-jährigen Tebogo und dem 15-jährigen Karabo durch ihr Revier treiben zu dürfen. Ihr Revier, das sind Tiefgaragen, Hochhausdächer, nächtliche Straßen. Zwischen Langeweile und überschüssiger Energie lassen sie die Zeit verstreichen.

Allgegenwärtig sind allerdings auch die Konflikte mit ihren alleinerziehenden Müttern, die Gewalt und der Tod auf der Straße. Was Karabo zunehmend bedrängt, ist für Tebogo fortwährendes Spielmaterial. Er lebt das Prinzip „Trotzdem“, wenn er auf der Brüstung eines Hochhausdaches balanciert oder mit Freunden die fahrenden Autos antanzt und sich mit einem Lächeln provozierend über alles hinwegsetzt. Berührend, wie die Zukunft in die Gegenwart dieser Kids hineinragt. Aber sie wollen sich nicht von ihr bestimmen lassen. Zumindest noch nicht.


Ralph Eue / DOK Leipzig 


Der Abschlussfilm von Regisseur Ilja Stahl an der Kunsthochschule für Medien in Köln wurde von der Film- und Medienstiftung NRW unterstützt und spielt in Johannesburg, Süd Afrika.
"Touching Concrete" feiert seine Weltpremiere im "Deutschen Wettbewerb" beim DOK Leipzig Filmfestival 2017.
Idee & Realisation: Ilja Stahl
Kamera: Niclas Reed Middleton
Schnitt: Florian Riegel
Produzenten: Jakob D. Weydemann, Jonas Weydemann
Produktion: Weydemann Bros.
Koproduktion: 
Kunsthochschule für Medien Köln
Unterstützt von der Film- und Medienstiftung NRW

Länge: 55 min.
Herstellungsland: Deutschland / Südafrika
Format: HD